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Boxer Hund und Cane Corso von Hundetrainerin Sarah Betzer

Über Oskar

Boxer Hund Verhaltenstherapie
Boxer Hund Verhaltenstherapie

Oskar, geboren 2020 in Berlin-Marzahn, ist mein erster Hund – und mein härtester Lehrer. Er ist ein Hund mit einem enorm hohen Führungsanspruch, ein Charakter, der im Kern extrovertiert ist, aber sofort in eine ruhige, introvertierte Energie fällt, wenn er sauber geführt wird. Im Alltag war er früher unfassbar entscheidungsfreudig, zu schnell, zu viel, zu laut. Und ich war damals unsicher, ambivalent, innerlich wackelig – eine Kombination, die ihn permanent in Frage stellen ließ. Oskar hat Orientierung gebraucht, Struktur, Klarheit. Etwas, das ich damals selbst nicht hatte.

Heute ist genau dieser Hund mein größter Mitarbeiter in der Hundeschule. Ich setze ihn bewusst in Hundebegegnungen ein, lasse ihn frei laufen, inszeniere reale Situationen – und ich weiß: Oskar rennt nicht zu anderen Hunden, Oskar eskaliert nicht, Oskar trifft Entscheidungen sauber. Dass dieser Hund einmal die größte Pöbelbacke war, die gefühlt jeden Hund „fressen“ wollte, kann man sich heute kaum vorstellen. Und rückblickend lag das nicht an seinem Wesen – sondern daran, dass ich ihm damals nicht vermittelt habe: Andere Hunde sind nicht dein Thema. Wir bleiben bei uns.

Zu Hause ist Oskar die größte Schmusebacke, die man sich vorstellen kann. Er hat kein Problem mit Menschen, kein Problem mit anderen Hunden. Er ist wahnsinnig wachsam – Boxer eben – aber ich kann mich bedingungslos auf ihn verlassen. Er jagt nicht, er pöbelt nicht, er baut keinen Quatsch. Oskar ist kein Anfängerhund, und er war für mich anfangs alles andere als einfach. Aber nach fünfeinhalb Jahren kann ich sagen: Dieser Hund hat mich aufgebaut. Dieser Hund hat mich stark gemacht.

Er hat mich gezwungen, mich selbst zu hinterfragen. Meine Energie. Meine Reaktionen. Meine innere Stabilität. Und ja – es gab Momente, in denen ich verzweifelt war, in denen ich ihn angeschrien habe, weil ich überfordert war. Und genau in diesen Momenten ist er mir explodiert, hat Blödsinn gemacht, hat Grenzen gesprengt. Nicht, weil er „schlimm“ war – sondern weil er mir gezeigt hat: Wenn du unkontrolliert bist, kann ich dir nicht folgen.

 

Ich liebe diesen Hund abgöttisch.

Und er ist der Grund, warum ich heute all das tue, was ich tue.

Er ist der Grundstein für DarkGiantPaws.

Und der Grund, warum ich euch heute helfen kann.

Über Toni

Ein Bild von einem Cane Corso am Strand
Ein Bild von einem Cane Corso am Strand

Toni ist an Silvester 2021 bei mir eingezogen – und es war Liebe auf den ersten Blick. Als ich ihn damals vom Hof abgeholt habe, wusste ich instinktiv: Unsere Seelen sind miteinander verbunden. Und genauso ist es bis heute geblieben. Mittlerweile bringt er rund 70 Kilo auf die Waage, ein riesiger Cane Corso mit einer Präsenz, die man nicht ignorieren kann – und gleichzeitig ein unfassbar sensibles Wesen.

In meinen Trainings sehe ich immer wieder, dass Menschen mit Molossern oft zu laut, zu hart, zu unkontrolliert reagieren. Und genau da schalten Cane Corso ab. Für sie ist das kein Zeichen von Führung, sondern ein Zeichen dafür, dass der Mensch die Kontrolle über sich selbst verloren hat. Das, was viele als „stur“ interpretieren, ist in Wahrheit ein sehr klarer Kommentar: „Mit dir kommuniziere ich so nicht. Du bist energetisch nicht stabil.“

Toni hat mir beigebracht, wie fein man mit diesen Hunden sein muss. Und dass Feinheit nichts mit Nachgiebigkeit zu tun hat. Im Gegenteil: Sensibilität und Konsequenz gehören zusammen – nur eben ohne Schreien, ohne körperliche Härte, ohne Druck. Unkontrollierte Menschen sind für diese Hunde keine Führung, sondern ein Störfaktor.

Toni hat mich in meine eigene mentale Stärke geführt. In meine ruhige, klare, weiche Seite – die stärkste Seite überhaupt. Eine Zeit lang hat Toni nach einem für ihn sehr traumatischen Erlebnis stark in die Leine geschossen, und viele hätten ihn vorschnell als „leinenaggressiv“ abgestempelt. Aber das wäre ihm nicht gerecht geworden. Ihm fehlte nur eins: mein Versprechen. Das Versprechen, dass ich ihn schütze. Dass das, was passiert ist, nicht noch einmal passieren wird. Dass ich die Verantwortung trage und regele, wenn etwas auf uns zukommt.

Wenn ein Cane Corso dieses Vertrauen hat, dann hat er es. Und Toni gehört ganz deutlich zu den Ein-Mann-Hunden, die ihre Bezugsperson aus voller Überzeugung führen lassen. Wenn ich Toni etwas sage, führt er es aus – nicht, weil er „funktioniert“, sondern weil ich sein Mensch bin. Bei meinem Partner sieht das mit einem Augenzwinkern etwas anders aus.

Toni kommt aus dem Münsterland, von einem Bauernhof, auf dem die Familie selbst mehrere Cane Corso hält. Und ich würde dort jederzeit wieder einen Welpen holen. Seit Toni bin ich dieser Rasse endgültig verfallen – und ich kann mir mein Leben ohne Cane Corso nicht mehr vorstellen.

Auch für meine Arbeit ist Toni ein wertvolles Mitglied. Er hat auf Fremdhunde nicht besonders viel Lust, aber gerade weil er so groß ist und eine imposante Körpersprache hat, setze ich ihn gerne in Hundebegegnungen ein. Viele Hunde sind allein von seiner Erscheinung beeindruckt – und Toni weiß ganz genau, dass er cool ist.

Für viele meiner Kunden ist Toni das Highlight, wenn sie zum Training kommen. Endlich den berühmten Toni sehen und streicheln – und ja, alle lieben ihn. Ich liebe ihn. Er ist das Herz meiner Hunde, das Herz meiner Familie. Mein Ruhepol, mein Fels, mein Seelenhund.

 

Und ohne ihn wäre ich heute nicht die Trainerin, die ich bin.

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